Wie lange ist Motoröl haltbar?

Wie lange ist Motoröl haltbar?

Motoröl steht oft jahrelang im Regal – aber wie lange kannst du es wirklich verwenden, ohne deinem Motor zu schaden? Wenn du auf Vorrat kaufst oder einen angebrochenen Kanister in der Garage findest, solltest du die Haltbarkeit genau kennen.

Ungeöffnetes Motoröl ist bei richtiger Lagerung in der Regel drei bis fünf Jahre haltbar, geöffnetes Öl solltest du innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verbrauchen. Danach können sich seine chemischen Eigenschaften verändern und die Schmierleistung nachlassen.

Damit du auf der sicheren Seite bleibst, erfährst du, woraus Motoröl besteht, welche Faktoren seine Haltbarkeit beeinflussen und woran du abgelaufenes Öl erkennst. Außerdem bekommst du klare Hinweise zur Lagerung, zu möglichen Risiken und zum richtigen Umgang mit alten Restbeständen.

Definition und Zusammensetzung von Motoröl

Motoröl ist ein technisch abgestimmter Schmierstoff, der aus Grundölen und Additiven besteht. Seine Zusammensetzung entscheidet darüber, wie gut es schmiert, kühlt, reinigt und Bauteile vor Verschleiß schützt.

Was ist Motoröl?

Motoröl ist ein flüssiger Schmierstoff, den Sie im Verbrennungsmotor einsetzen, um bewegliche Metallteile voneinander zu trennen. Es bildet einen tragfähigen Schmierfilm zwischen Kolben, Zylindern, Lagern und Nockenwellen.

Ohne diesen Film entstehen direkte Metallkontakte. Das führt zu Reibung, erhöhtem Verschleiß und steigender Temperatur.

Motoröl übernimmt mehrere konkrete Aufgaben:

  • Schmierung der beweglichen Bauteile
  • Wärmeabfuhr aus stark belasteten Bereichen
  • Reinigung durch Aufnahme von Verbrennungsrückständen
  • Korrosionsschutz für Metalloberflächen
  • Abdichtung zwischen Kolbenringen und Zylinderwand

Sie erkennen die Leistungsfähigkeit eines Öls unter anderem an der Viskositätsklasse, zum Beispiel 5W-30. Diese Kennzeichnung gibt an, wie sich das Öl bei Kälte und Betriebstemperatur verhält.

Woraus besteht Motoröl?

Motoröl setzt sich aus zwei Hauptbestandteilen zusammen: Grundöl und Additivpaket. Das Mischungsverhältnis liegt typischerweise bei etwa 70–90 % Grundöl und 10–30 % Additiven.

Das Grundöl bildet die Basis. Es kann mineralisch, teilsynthetisch oder vollsynthetisch sein. Synthetische Grundöle besitzen eine gleichmäßigere Molekülstruktur und zeigen oft eine höhere Alterungsstabilität.

Die Additive erfüllen gezielte Funktionen. Dazu gehören:

  • Detergentien und Dispergiermittel zur Sauberhaltung des Motors
  • Verschleißschutzadditive wie Zinkverbindungen
  • Antioxidantien zur Verlangsamung der Ölalterung
  • Korrosionsinhibitoren zum Schutz vor Rost
  • Viskositätsindex-Verbesserer für stabiles Fließverhalten

Diese Zusammensetzung beeinflusst direkt, wie lange Ihr Motoröl lagerfähig bleibt und wie stabil es unter Hitze, Sauerstoffkontakt und Temperaturschwankungen reagiert.

Wie lange ist Motoröl haltbar?

Motoröl bleibt über mehrere Jahre verwendbar, wenn Sie es richtig lagern. Entscheidend sind der Zustand der Verpackung, das Produktionsdatum und die Lagerbedingungen.

Durchschnittliche Haltbarkeitsdauer von Motoröl

Ungeöffnetes Motoröl ist in der Regel 3 bis 5 Jahre haltbar. Viele Hersteller geben einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Jahren ab Produktionsdatum an, sofern Sie den Kanister original verschlossen halten.

Lagern Sie das Öl kühl, trocken und lichtgeschützt. Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad Celsius gelten als geeignet. Direkte Sonneneinstrahlung, starke Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit verkürzen die Lagerfähigkeit.

Motoröl besitzt kein klassisches Verfallsdatum wie Lebensmittel. Mit zunehmender Lagerzeit können sich jedoch Additive verändern oder absetzen. Nutzen Sie daher bevorzugt Gebinde, die nicht älter als fünf Jahre sind.

Im Motor selbst ist die Haltbarkeit deutlich kürzer. Dort sollten Sie das Öl je nach Fahrzeug und Fahrprofil meist alle 10.000 bis 15.000 Kilometer oder mindestens einmal jährlich wechseln.

Unterschiede zwischen geöffnetem und ungeöffnetem Motoröl

Sobald Sie einen Kanister öffnen, gelangt Luft in das Gebinde. Sauerstoff und Feuchtigkeit beeinflussen die Additive im Öl und beschleunigen Alterungsprozesse.

Geöffnetes Motoröl sollten Sie idealerweise innerhalb von 12 Monaten verbrauchen. Verschließen Sie den Behälter nach jeder Entnahme sofort wieder dicht.

Achten Sie zusätzlich auf folgende Punkte:

  • Lagern Sie das Gebinde aufrecht.
  • Vermeiden Sie Kontakt mit Schmutz oder Wasser.
  • Verwenden Sie saubere Trichter und Werkzeuge.

Ungeöffnet bleibt das Öl weitgehend vor äußeren Einflüssen geschützt. Geöffnet sinkt die Stabilität deutlich schneller, selbst wenn Sie es korrekt lagern. Prüfen Sie bei älteren Restmengen Geruch, Farbe und Konsistenz, bevor Sie das Öl in Ihren Motor einfüllen.

Faktoren, die die Haltbarkeit von Motoröl beeinflussen

Die Haltbarkeit von Motoröl hängt nicht nur vom Abfülldatum ab. Lagerumgebung, Öltyp und der Zustand der Verpackung bestimmen, wie lange das Öl seine Schmier- und Schutzfunktion behält.

Lagerbedingungen

Sie verlängern die Haltbarkeit, wenn Sie Motoröl kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Starke Temperaturschwankungen beschleunigen die Alterung, selbst bei ungeöffneten Gebinden.

Ideal sind konstante Temperaturen zwischen etwa 10 und 20 °C. Direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden, da UV-Licht chemische Bestandteile verändern kann. Auch hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich negativ aus, weil sich bei Temperaturschwankungen Kondenswasser bilden kann.

Lagern Sie Kanister nicht in unbeheizten Garagen mit Frost im Winter und Hitze im Sommer. Extreme Bedingungen können Additive abbauen und die Schmierfähigkeit langfristig beeinträchtigen.

Art des Motoröls

Die Zusammensetzung des Öls beeinflusst maßgeblich seine Haltbarkeit. Mineralische, teilsynthetische und vollsynthetische Öle unterscheiden sich in ihrer chemischen Stabilität.

Vollsynthetische Öle enthalten in der Regel stabilere Grundöle und Additivpakete. Sie behalten ihre Eigenschaften bei sachgerechter Lagerung oft länger als einfache mineralische Öle. Dennoch gilt auch hier: Nach mehreren Jahren können sich Additive abbauen.

Additive übernehmen zentrale Aufgaben wie Korrosionsschutz, Reinigung und Verschleißminderung. Mit zunehmender Lagerzeit kann ihre Wirksamkeit nachlassen, selbst wenn das Öl äußerlich unverändert wirkt.

Achten Sie zusätzlich auf Herstellerangaben. Viele geben für ungeöffnetes Motoröl eine Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren an, sofern Sie es korrekt lagern.

Verpackung und Verschluss

Die Verpackung schützt das Öl vor Sauerstoff, Feuchtigkeit und Schmutz. Ein original verschlossener Kanister bietet den besten Schutz vor vorzeitiger Alterung.

Sobald Sie den Behälter öffnen, gelangt Luft ins Innere. Sauerstoff kann chemische Prozesse beschleunigen, die die Qualität des Öls langfristig beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie angebrochene Gebinde gut verschließen und möglichst innerhalb weniger Monate verbrauchen.

Beschädigte oder undichte Kanister erhöhen das Risiko von Verunreinigungen. Prüfen Sie vor der Verwendung, ob der Verschluss dicht sitzt und ob sich Ablagerungen, Trübungen oder ungewöhnlicher Geruch zeigen.

Je besser Sie Verpackung und Verschlusszustand kontrollieren, desto zuverlässiger bleibt die ursprüngliche Qualität des Motoröls erhalten.

Erkennungsmerkmale von abgelaufenem Motoröl

Abgelaufenes Motoröl zeigt klare Veränderungen in Aussehen, Geruch und Struktur. Wenn Sie diese Anzeichen kennen, erkennen Sie frühzeitig, ob ein Öl noch verwendbar ist oder entsorgt werden sollte.

Veränderungen in Farbe und Geruch

Frisches Motoröl ist meist klar bis leicht bernsteinfarben. Mit der Zeit kann es deutlich dunkler werden, selbst wenn es ungeöffnet gelagert wurde.

Eine starke, ungleichmäßige Eintrübung weist auf chemische Veränderungen hin. Achten Sie besonders auf milchige oder trübe Schlieren, da sie auf Feuchtigkeit im Öl hindeuten können.

Auch der Geruch liefert Hinweise. Riecht das Öl stechend, säuerlich oder ungewöhnlich scharf, kann dies auf oxidierte Bestandteile oder zerfallene Additive hinweisen.

Öffnen Sie den Kanister und prüfen Sie:

  • Klarheit: gleichmäßig oder trüb?
  • Farbverteilung: homogen oder fleckig?
  • Geruch: neutral-ölig oder deutlich verändert?

Ein deutlich veränderter Geruch in Verbindung mit optischen Auffälligkeiten spricht gegen eine weitere Verwendung.

Viskositätsänderung

Motoröl muss eine definierte Viskosität einhalten, etwa 5W-30 oder 10W-40. Diese Kennzeichnung gilt nur, solange die chemische Zusammensetzung stabil bleibt.

Wenn das Öl ungewöhnlich dickflüssig wirkt oder beim Ausgießen zäh „zieht“, kann es gealtert sein. Ebenso problematisch ist ein sehr dünnflüssiger Eindruck, der nicht zur angegebenen Viskositätsklasse passt.

Sie können eine einfache Sichtprüfung durchführen. Lassen Sie etwas Öl langsam von einem sauberen Gegenstand ablaufen. Fließt es ungleichmäßig oder mit klumpiger Struktur, stimmt die Konsistenz nicht mehr.

Starke Abweichungen deuten darauf hin, dass sich Additive abgebaut haben. In diesem Zustand verliert das Öl an Schmierfähigkeit und Schutzwirkung.

Ablagerungen und Trennung

Ein deutliches Warnsignal sind sichtbare Ablagerungen im Kanister. Additive können sich bei längerer Lagerung absetzen oder teilweise vom Grundöl trennen.

Schütteln Sie den geschlossenen Behälter vorsichtig. Bleiben Flocken, Gelpartikel oder Bodensätze sichtbar, ist das Öl nicht mehr stabil.

Typische Anzeichen sind:

  • Flockenbildung
  • gelartige Bestandteile
  • sichtbare Schichttrennung

Ungeöffnetes Motoröl bleibt bei trockener, dunkler Lagerung meist mehrere Jahre stabil. Bilden sich jedoch feste oder schleimige Bestandteile, hat sich die Zusammensetzung verändert.

Verwenden Sie ein Öl mit klar erkennbarer Trennung oder Ablagerung nicht mehr im Motor.

Risiken bei der Verwendung abgelaufenen Motoröls

Abgelaufenes Motoröl verliert mit der Zeit messbar an Schmier- und Schutzwirkung. Das erhöht den Verschleiß, begünstigt Ablagerungen und kann im Extremfall zu Motorschäden führen.

Auswirkungen auf die Motorleistung

Wenn Sie überlagertes Motoröl verwenden, sinkt häufig die Schmierfähigkeit. Additive bauen sich ab, sodass Reibung zwischen beweglichen Teilen wie Kolben, Nockenwelle und Lagern zunimmt.

Das kann sich durch raueren Motorlauf, erhöhten Kraftstoffverbrauch oder schlechteres Startverhalten bemerkbar machen. Besonders bei Kaltstarts fehlt dann der notwendige Schutzfilm.

Auch die Reinigungswirkung lässt nach. Rückstände aus Verbrennungsprozessen werden nicht mehr zuverlässig gebunden, was die Bildung von Schlamm und Ablagerungen fördert.

Typische Folgen sind:

  • ungleichmäßiger Motorlauf
  • steigende Betriebstemperatur
  • verringerte Effizienz

Wenn das Öl bereits geöffnet und länger als empfohlen gelagert wurde, steigt das Risiko zusätzlich. Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen beschleunigen die Alterung.

Mögliche Schäden am Motor

Verwenden Sie dauerhaft abgelaufenes Motoröl, riskieren Sie konkreten Bauteilverschleiß. Metallische Oberflächen reiben stärker aufeinander, was Lager, Kolbenringe und Zylinderwände belastet.

Mit der Zeit können sich harte Ablagerungen bilden. Diese verengen Ölkanäle und beeinträchtigen die Versorgung empfindlicher Komponenten wie Turbolader oder hydraulischer Ventilspielausgleicher.

Mögliche Schäden umfassen:

  • vorzeitiger Lagerverschleiß
  • Kolbenfresser bei unzureichender Schmierung
  • Schäden am Turbolader durch Ölmangel
  • erhöhte Emissionswerte

Im schlimmsten Fall droht ein kapitaler Motorschaden. Zudem kann die Verwendung von altem Öl die Herstellergarantie beeinträchtigen, wenn Wartungsvorgaben nicht eingehalten wurden.

Richtige Lagerung von Motoröl

Sie verlängern die Haltbarkeit von Motoröl deutlich, wenn Sie es kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Entscheidend sind konstante Temperaturen sowie ein dichter Verschluss des Originalgebindes.

Empfohlene Temperaturbereiche

Lagern Sie Motoröl idealerweise bei konstanten Temperaturen zwischen 5 °C und 25 °C. Kurzzeitige Schwankungen sind unproblematisch, dauerhafte Hitze oder Frost jedoch nicht.

Hohe Temperaturen über 30 °C beschleunigen chemische Alterungsprozesse. Additive können sich schneller abbauen, was die Schmier- und Reinigungswirkung langfristig beeinträchtigt.

Sehr niedrige Temperaturen unter 0 °C führen nicht sofort zu Schäden, können aber die Konsistenz verändern. Bei wiederholtem Einfrieren und Auftauen steigt das Risiko für Kondenswasserbildung im Behälter.

Vermeiden Sie folgende Lagerorte:

  • Heizungsräume mit starker Wärmeentwicklung
  • Nicht isolierte Gartenhäuser mit Frost im Winter
  • Kofferräume von Fahrzeugen über längere Zeit

Bewahren Sie das Öl stattdessen in einem temperierten Keller oder einer Garage mit möglichst stabilen Bedingungen auf.

Schutz vor Feuchtigkeit und Licht

Feuchtigkeit wirkt sich direkt auf die Qualität von Motoröl aus. Gelangt Wasser in den Kanister, kann es die Schmierfähigkeit reduzieren und Korrosion im Motor begünstigen.

Halten Sie den Behälter deshalb stets fest verschlossen. Verwenden Sie möglichst das originale, versiegelte Gebinde und füllen Sie Reste nicht unnötig in andere Behälter um.

Direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie konsequent vermeiden. UV-Strahlung und dauerhafte Lichteinwirkung können Additive verändern und die Alterung beschleunigen.

Achten Sie auf diese Punkte:

  • Lagerung an einem dunklen Ort
  • Kein Kontakt mit Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit
  • Kein offenes Stehenlassen nach dem Einfüllen

Geöffnetes Motoröl sollten Sie innerhalb von etwa 6 bis 12 Monaten verbrauchen, da Luft und Feuchtigkeit die Qualität schrittweise mindern.

Entsorgung abgelaufenen Motoröls

Abgelaufenes oder verunreinigtes Motoröl darfst du weder in den Hausmüll geben noch in den Abfluss schütten. Gesetzliche Vorgaben regeln die Rückgabe klar und schreiben eine umweltgerechte Behandlung als gefährlichen Abfall vor.

Vorschriften zur Altölentsorgung

Altöl gilt in Deutschland als gefährlicher Abfall. Du musst es getrennt sammeln und fachgerecht entsorgen. Händler, die Motoröl verkaufen, sind verpflichtet, die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückzunehmen.

Die Rückgabe erfolgt meist am Verkaufsort gegen Vorlage des Kaufbelegs. Einige Händler nehmen auch ohne Beleg Altöl an, sind dazu jedoch rechtlich nicht verpflichtet. Informiere dich vorab über die Annahmebedingungen.

Alternativ kannst du Altöl bei einem kommunalen Wertstoffhof oder einer Schadstoffsammelstelle abgeben. Dort gelten feste Annahmezeiten und teilweise Mengenbegrenzungen.

Du darfst Altöl niemals mit anderen Flüssigkeiten wie Bremsenreiniger, Kühlmittel oder Lösungsmitteln mischen. Vermischtes Öl erschwert die Wiederaufbereitung und kann zusätzliche Entsorgungskosten verursachen.

Umweltgerechte Entsorgung

Motoröl enthält Additive sowie Rückstände aus dem Motorbetrieb wie Metallabrieb oder Verbrennungsprodukte. Gelangt es in Boden oder Gewässer, kann es langfristige Umweltschäden verursachen.

Bewahre Altöl daher in einem dicht verschlossenen, sauberen Behälter auf. Verwende möglichst den Originalkanister und lagere ihn kühl sowie auslaufsicher, bis du ihn abgibst.

Vermeide das Umfüllen in offene oder ungeeignete Behälter. Schon kleine Mengen, die ins Erdreich oder in die Kanalisation gelangen, können große Wassermengen verunreinigen.

Durch die fachgerechte Rückgabe ermöglichst du die Aufbereitung des Altöls. Spezialisierte Anlagen reinigen es und führen es dem Stoffkreislauf erneut zu, wodurch Ressourcen geschont und Umweltbelastungen reduziert werden.

Empfehlungen zum Umgang mit Motoröl

Die richtige Lagerung und ein konsequenter Wechsel schützen Ihren Motor vor Verschleiß und Schäden. Achten Sie dabei sowohl auf die Haltbarkeit im Kanister als auch auf die Einsatzdauer im Fahrzeug.

Tipps zur längeren Haltbarkeit

Lagern Sie Motoröl kühl, trocken und lichtgeschützt. Ideal sind konstante Temperaturen zwischen 5 und 20 °C. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung sowie starke Temperaturschwankungen, da sie die Additive im Öl beeinträchtigen können.

Bewahren Sie ungeöffnete Kanister stets originalverschlossen auf. In diesem Zustand bleibt Motoröl in der Regel 3 bis 5 Jahre verwendbar, abhängig vom Hersteller. Prüfen Sie das Produktionsdatum auf dem Behälter und verwenden Sie ältere Gebinde zuerst.

Geöffnetes Motoröl sollten Sie möglichst innerhalb von 12 Monaten aufbrauchen. Verschließen Sie den Kanister sofort nach Gebrauch fest, damit keine Feuchtigkeit oder Schmutz eindringt.

Achten Sie außerdem darauf, nur Öle zu verwenden, die den Herstellerfreigaben Ihres Fahrzeugs entsprechen. Ein Öl mit geringerer Spezifikation kann die Schmierung verschlechtern und Bauteile belasten.

Regelmäßige Kontrolle und Austauschintervalle

Wechseln Sie Motoröl gemäß den Vorgaben Ihres Fahrzeugherstellers. Üblich sind Intervalle von 10.000 bis 15.000 Kilometern oder mindestens einmal pro Jahr, je nach Fahrprofil und Motorbauart.

Bei Kurzstreckenbetrieb, häufigem Stop-and-go-Verkehr oder hoher Motorbelastung verkürzt sich das sinnvolle Wechselintervall. Unter solchen Bedingungen altert das Öl schneller durch Kraftstoffeintrag und Kondenswasser.

Kontrollieren Sie den Ölstand regelmäßig mit dem Messstab. Achten Sie dabei auf Farbe, Geruch und Konsistenz. Stark verdunkeltes, dünnflüssiges oder ungewöhnlich riechendes Öl kann auf Alterung oder Verunreinigung hinweisen.

Füllen Sie nur Öl mit der vorgeschriebenen Spezifikation nach. Mischen Sie unterschiedliche Sorten nur, wenn sie ausdrücklich kompatibel sind. So sichern Sie eine konstante Schmierleistung und vermeiden technische Risiken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ungeöffnetes Motoröl bleibt in der Regel drei bis fünf Jahre stabil, wenn Sie es korrekt lagern. Nach dem Öffnen verkürzt sich die Nutzungsdauer deutlich, da Luft und Feuchtigkeit die Zusammensetzung beeinflussen.

Wie erkennt man, ob ungeöffnetes Motoröl noch verwendbar ist?

Prüfen Sie zuerst das Produktionsdatum auf dem Kanister. Liegt es innerhalb von drei bis fünf Jahren und wurde der Behälter nicht geöffnet, können Sie das Öl meist noch verwenden.

Achten Sie auf einen unbeschädigten, original versiegelten Verschluss. Ist der Kanister verformt, undicht oder stark verschmutzt, sollten Sie vorsichtig sein.

Vor dem Einfüllen können Sie das Öl durch leichtes Schwenken prüfen. Trübung, starke Verfärbung oder sichtbare Ablagerungen sprechen gegen eine weitere Nutzung.

Welche Faktoren verkürzen die Lagerfähigkeit von Motoröl?

Hohe Temperaturen beschleunigen chemische Alterungsprozesse im Öl. Lagern Sie Motoröl dauerhaft über 30 °C, sinkt die Stabilität schneller.

Direktes Sonnenlicht fördert ebenfalls den Abbau von Additiven. UV-Strahlung kann die Schutz- und Reinigungswirkung beeinträchtigen.

Auch Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Dringt Feuchtigkeit in den Kanister ein, können sich die Eigenschaften des Öls verändern.

Wie lange ist geöffnetes Motoröl bei korrekter Lagerung noch nutzbar?

Nach dem Öffnen sollten Sie Motoröl möglichst innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verbrauchen. Viele Fachquellen empfehlen, angebrochene Kanister nicht länger als ein Jahr aufzubewahren.

Verschließen Sie den Behälter sofort wieder luftdicht. Je weniger Kontakt mit Sauerstoff und Feuchtigkeit entsteht, desto länger bleibt das Öl verwendbar.

Welche Lagerbedingungen sind für Motoröl optimal (Temperatur, Licht, Feuchtigkeit)?

Lagern Sie Motoröl kühl, trocken und dunkel. Temperaturen zwischen etwa 10 °C und 20 °C gelten als günstig.

Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Halten Sie den Kanister stets fest verschlossen, um Luft- und Feuchtigkeitseintritt zu verhindern.

Bewahren Sie das Öl nicht im Freien oder in feuchten Kellerräumen auf. Eine saubere, trockene Garage oder ein Lagerraum eignet sich besser.

Kann Motoröl nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch sicher eingesetzt werden?

Ein überschrittenes Datum bedeutet nicht automatisch, dass das Öl unbrauchbar ist. Wurde es korrekt gelagert und ist der Kanister ungeöffnet, kann es unter Umständen noch eingesetzt werden.

Sie tragen jedoch das Risiko, dass Additive an Wirksamkeit verloren haben. Im Zweifel sollten Sie frisches Öl verwenden, besonders bei modernen Motoren mit engen Toleranzen.

Welche Risiken entstehen, wenn man zu altes Motoröl verwendet?

Gealtertes Motoröl kann seine Schmierfähigkeit verlieren. Dadurch steigt der Verschleiß an beweglichen Motorteilen.

Auch die Reinigungs- und Korrosionsschutzfunktion kann nachlassen. Ablagerungen, erhöhter Ölverbrauch oder im Extremfall Motorschäden sind mögliche Folgen.

Bewertungen: 4.9 / 5. 688

ADP OfficeDesign